Freiwillige 2011

Im Rahmen der Studie „Freiwillig 2011“ zu Erfolgsfaktoren in der Freiwilligenarbeit wurden freiwillig Tätige von vier grossen Freiwilligenorganisationen in der Deutschschweiz zu drei Zeitpunkten im Abstand von jeweils einem halben Jahr befragt. Die Dargebotene Hand Zürich hat sich daran beteiligt.

Resultate Dargebotene Hand Zürich

                     Der Rücklauf der Dargebotenen Hand Zürich war mit 84% im Vergleich zu anderen Organisationen äusserst hoch.
                     Bei der Dargebotenen Hand Zürich sind Frauen, Nicht-Erwerbstätige und Personen mittleren bis hohen Alters übervertreten. Es haben keine Personen unter 41 Jahren an der Studie teilgenommen und nahezu drei Viertel der Freiwilligen sind weiblich. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass fast die Hälfte der Freiwilligen nebst ihrer Tätigkeit bei der Dargebotenen Hand Zürich zusätzlich in anderen Organisationen freiwillig tätig sind.
                     Die Aufgaben der Freiwilligen sind vor allem durch ihre Bedeutsamkeit und ihre Anforderungsvielfalt gekennzeichnet. Ganzheitlichkeit, d.h. abgerundete, vollständige Arbeitsprozesse, ist bei der Aufgabenbeschreibung am wenigsten vorhanden.
                     Auffallend ist, dass rund drei Viertel der Freiwilligen bereit wären, sowohl für eine andere Organisation als auch für eine andere Klientengruppe tätig zu sein. Nichtsdestotrotz ist eine hohe Identifikation mit der Dargebotenen Hand Zürich bei fast zwei Drittel der Freiwilligen gegeben. Ausserdem ist der Durchschnitt der Anzahl Jahre, die bei der Dargebotenen Hand Zürich verbracht wurden, mit nahezu 10 Jahren sehr hoch.
                     Im Kontrast zur Erwerbsarbeit ist die intrinsische Motivation bei den Freiwilligen stärker ausgeprägt als die extrinsische Motivation. Die Freiwilligenarbeit wird geleistet, weil sie interessant ist und Spass macht.                   

                      Die eigene Karriere ist genauso ein wenig wichtiger Beweggrund zum freiwilligen Engagement wie den Erwartungen der Anderen zu entsprechen oder das Bedürfnis neue Leute kennenzulernen. Vielmehr ist die Möglichkeit, Neues zu lernen, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern sowie der Ausdruck von persönlichen Werten von Bedeutung.
                     Hinsichtlich der organisationalen Merkmale fällt die ausserordentlich hohe organisationale Unterstützung auf. Alle Befragten fühlen sich ohne Ausnahme in ihrer Aufgabe unterstützt. Auch die wertschätzende Unterstützung der Organisation, die Unterstützung durch die Ansprechperson und der Informationsfluss bei der Dargebotenen Hand Zürich fallen bemerkenswert positiv aus.
                     Die Zufriedenheit der Freiwilligen bei der Dargebotenen Hand Zürich ist sehr hoch - von allen Freiwilligen wird eine hohe allgemeine Zufriedenheit geäussert. Auch die Zufriedenheit mit ausgewählten Aspekten bewegt sich nur am oberen Ende der Skala. Eine hohe Wichtigkeit für die Freiwilligen hat das Arbeitsklima, die Weiterbildung und die Ansprechperson. Erfreulicherweise zeigen diese drei Aspekte auch die höchste Zufriedenheit. Während die Zufriedenheit mit den Spesen ebenfalls hoch ist, werden diese als relativ unwichtig eingeschätzt.
                     Grundsätzlich unterscheiden sich die Regionalstellen der Dargebotenen Hand kaum voneinander. Einzig die Aspekte der Zufriedenheit haben wir im Vergleich nach Regionalstellen dargestellt. Häufig sind diese Unterschiede jedoch statistisch nicht bedeutsam.